21. Dezember 2009

2010 und so ...

2010 (film)Image via Wikipedia



Das war also das (Arbeits-)Jahr 2009. Ab morgen habe ich Feiertagsurlaub, erst 2010 geht es wieder weiter.

2010. Wow. Klingt so nach Science Fiction (warum denn nur?), Weltfrieden und High Tech. Schauen wir mal, was daraus wird – ich bin ja eigentlich Optimist :). Was kommt 2010 denn sicher? Nun, ich werde Februar/März umziehen. Im April wird in Freiburg ein neuer Oberbürgermeister gewählt, im Mai ist Landtagswahl in NRW. Im Juni 2010 werde ich ein viertel Jahrhundert alt und Deutschland eventuell Männer-Fußball-Weltmeister. Schauen wir mal. Sonst fallen mir bislang keine größeren Eckpunkte ein, kommt aber noch.

Den Urlaub jetzt werde ich auch nutzen, um mich weiter auf den Aus-, Um- und Einzug vorzubereiten, sprich so weit wie möglich zu entrümpeln und auszumisten. Je weniger Trubel ich damit im neuen Jahr habe, desto besser. Ein Umzug ist nunmal der ideale Zeitpunkt, um etwas gegen latente Messie-Tendenzen zu tun und rigoros sich von Sachen endgültig zu trennen.

Es hat sich übrigens immer noch kein Nachmieter gefunden, also werde ich erst März umziehen, oder ich überzeuge meine Vermieter, dass ein Monat Nichtvermietung für sie auch seine Vorteile haben kann (z.B. kann so in Ruhe mal wieder renoviert und wertgesteigert werden), damit ich schon Ende Januar raus kann. Würde mich freuen.

Folgende Schlagzeilen würden mich in 2010 auch freuen:
  • "Klimagipfel in Kopenhagen doch gefruchtet: USA, China und Europa verpflichten sich zur Beschränkung auf maximal 2°C Erderwärmung"
  • "LHC: Forscher in Cern untermauern die String-Theorie – Weltformel scheint gefunden!"
  • "Piraten ziehen in den Landtag von Nordrhein-Westfalen ein."
  • "Spuren von Leben auf Jupitermond Europa nachgewiesen."
  • "Kernfusion in greifbarer Nähe - Energieprobleme der Welt vielleicht gelöst."
  • "Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wechselt zur Piraten-Partei"
... die restlichen Headlinewünsche hebe ich mir für 2011 auf, man soll's ja nicht übertreiben (wobei der Erstkontakt mit einer intelligenten Spezies außerhalb unseres Planeten auch recht cool wäre, deshalb das Plakat hier. Aber damit kann ich auch noch bis 2012 warten ^^ )

In diesem Sinne,
euer Michel


PS: was mache ich Silverster?

PPS: Das Bild ist eine LowRes-Variante des Filmposter zu "2010" aus dem Jahr 1984, dem schwächeren aber nicht schlechten Sequel zu dem grandiosen "2001: A Space Odyssey", welche beide auf Romanen von Arthur C. Clarke basieren. (Dies war hiermit ein kleiner kritischer Kommentar zum Film und die Verwendung des Posters in LowRes somit "Fair Use" gemäß des US-Copyrights.)

5. Dezember 2009

home, new home – 1

Zwischendurch gibt es mal wieder etwas nicht-sozialkritisches, nicht-politisches und nicht-sportliches :)
Es gibt nämlich Neuigkeiten: nach fast 2 Jahren eigener Wohnung – das WG-Jahr vorher nicht mit mitgezählt – zieht es mich Anfang '10 wieder weiter. Immer noch in Freiburg, aber endlich zentraler und größer. Ich freu mich :)

Momentan wohne ich noch in einer 33qm 1-Zimmer-Single-Studentenbude mit integrierter Kochecke, Bad und kleinem Balkon in Süd-Freiburg. Gekündigt habe ich auf Ende Februar; hoffe aber, dass sich noch zeitnah ein Nachmieter findet, der es mir ermöglicht, schon Ende Januar auszuziehen (kennt ihr jemand?).

Die neue Wohnung ist in der Nähe der Stühlingerkirche im Alt-Stühlinger, sehr nah an der Straßenbahnhaltestelle und nur einen Katzensprung zum Hauptbahnhof, Bäcker und Öko-Metzger und weitere Einkaufsmöglichkeiten in der näheren Umgebung. Endlich zwei Zimmer, eine extra Küche (nicht zu klein) und insgesamt über 20 Quadratmeter mehr Platz. Am liebsten würde ich jetzt schon umziehen: maximal 10 Minuten Fußweg in die Innenstadt statt 40 Minuten, 8 Minuten mit der Straßenbahn zur Arbeit statt rund 25 Minuten mit dem Bus …

Also, falls ihr jemanden wisst, der auf Ende Januar/Anfang Februar eine Wohnung in Freiburg außerhalb der Innenstadt sucht, könnt ihr diesen gerne an mich verweisen – gebe dann gerne auch nähere Infos.

In diesem Sinne,
euer Michel

26. November 2009

Sextremismus?

by davezilla

Heute möchte ich mal ein bisschen meinen Unmut bezüglich dem Thema Sexismus und Diskriminierung vom Hirn schreiben – passend dazu mit etwas reißerischer Überschrift. Vorweg: Dieser Beitrag hat keinen Anspruch auf Kompetenz und ist in erster Linie Ausdruck meiner persönlichen Überzeugung. Auch wenn in einigen Punkten Überschneidungen existieren, darf der Beitrag nicht als offizielle Aussage der Piraten-Partei verstanden werden.

Warum denn nun das Thema Sexismus? Klar, es gibt natürlich noch viele weitere "Auslöser" für Diskriminierung: geografische Herkunft, Religion, Aussehen, soziale Herkunft, et cetera et cetera. Doch für mich scheint aktuell nichts derart präsent und akut zu sein, wie die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der geschlechtlichen Identität und der sexuellen Orientierung.
Mir wird immer bewusster, in was für einer gender- und geschlechtsbedingten ungleichberechtigten Gesellschaft wir doch nach wie vor leben. Nun, mir wird es auch deswegen immer bewusster, da ich mittlerweile auch vermehrt darauf achte.

Ein Haupt-Auslöser war ein - in meinen Augen sexistischer Vortrag – einer Soziologie-Professorin zum Thema "Sexismus in der Bildung". Darin wurden – zu Recht – vorhandene Missstände und Benachteiligungen aufgezeigt und es wurde interessante Fragen aufgeworfen. Mein Problem dabei war allerdings, dass es ausschließlich um die Benachteiligung und Diskriminierung von Frauen ging. Männer, Transgender und sexuelle Orientierung per se wurden, wie so oft, einfach mal komplett ausgeklammert.

Warum ich ein Problem damit habe? Nun, Frauen leiden und litten weltweit mit Sicherheit mehr als die Männer unter Unterdrückung, Gewalt und Benachteiligung und es war ein harter Kampf um ihre Rechte.
Aber dennoch: darf Quantität des Leidens ein Argument sein? Ist die Diskriminierung von Nicht-Frauen irrelevant, nur weil solche Fälle seltener sind? Ist Feminismus oder Matriarchismus die richtige Antwort auf Diskriminierung und Patriarchismus? Darf man Feuer mit Feuer bekämpfen? Ich sage Nein, aber dazu später mehr.

Wahrscheinlich hat jeder (und jede) Fälle und Situationen erlebt, in denen sexuelle Diskriminierung eine kleine oder große Rolle spielte. (gerne Feedback in den Kommentaren). Es ist ein extrem weites Feld und ich möchte deshalb ein paar Aspekte hier mal ganz grundsätzlich angehen – mit dem Grundgesetz.

Nun, sind wir denn vor dem Grundgesetz nicht eigentlich alle gleich? Schauen wir doch mal rein, genauer in Artikel 3:
  • (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
  • (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
  • (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
So weit so gut. Klingt auch prinzipiell nicht schlecht – auch wenn hier anzumerken ist, dass die sexuelle Orientierung an dieser Stelle nicht als Faktor aufgeführt wird. Auch die "Förderung der tatsächlichen Durchsetzung der Gleichberechtigung" klingt eher schwammig. Aber prinzipiell spricht sich das Grundgesetz in den Grundrechten doch ziemlich für die Gleichheit der Bürger aus.

Springen wir aber nun mal zu Artikel 12a:
  • (1) Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden.
Ähm. Hab ich was falsch verstanden? Sehe nur ich diesen kleinen Widerspruch? "Niemand darf wegen seines Geschlechtes […] benachteiligt werden" – aber Träger eines Y-Chromosoms werden halt einfach mal vom Staat zu einem Dienst verpflichtet. Noch lächerlicher wird es dann, wenn man bedenkt, dass vor kurzem Frauen noch darum kämpfen mussten, freiwillig in der Bundeswehr dienen zu dürfen. Zweierlei Maß.

Stöbern wir mal weiter, Artikel 6:
  • (1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
  • (2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
  • (4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
Hier muss man gleich mal anmerken, dass der Ehe- und Familienbegriff nicht näher definiert wird und somit Interpretationssache ist – dass die CDU dabei wohl einen anderen Familienbegriff hat, als die Grünen oder Piraten, sollte auch allen klar sein.

Abermals wird hier mit zweierlei Maß gemessen. Denn nicht nur dürfen nur heterosexuelle Paare eine echte Ehe und somit den "besonderen Schutz der staatlichen Ordnung" genießen, nein, sie dürfen auch nicht gemeinsam (Betonung auf gemeinsam) ein Kind adoptieren und sich gemeinsam und rechtlich (besonders im Sinne des Kindes) abgesichert um dessen Pflege und Erziehung kümmern. Zweierlei Maß.

Im 4. Punkt wird des weiteren deutlich, dass wohl nur die Mutter Anspruch hat "auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft". Aha. Väter haben also aufgrund ihres Geschlechts keinen derartigen Anspruch auf Schutz und Fürsorge. Zweierlei Maß. Alleinerziehende Väter haben dann halt erst recht Pech.

Ich denke, ich habe meinen Punkt klar genug erläutern können. Nicht nur gesellschaftlich ist gender- und geschlechtsspezifische Diskriminierung nach wie vor ein existentes und nicht zu kleines Problem, sondern zudem auch grund-rechtlich! Und hier komme ich wieder zu den Fragen, die ich anfangs zwischen den Zeilen gestellt habe:

"Wie bekämpft man Diskriminierung?" Mit Frauen- oder Schwulenquoten in Parteien, Unternehmen und Führungspositionen (diesbezüglich wäre die Bundesregierung ja sehr vorbildlich …)? Mit erzwungenem ge-gendere von gewachsener Sprache ("Fragen Sie Ihre/n Arzt/Ärtzin oder Apotheker/in" – "ich bin eine Personin…")? Mit Zwangs-Outings in der Bundesliga der Männer sowie weiteren scheinbaren Bastionen der Heterosexualität zwecks Steigerung der Mainstream-Akzeptanz?

Ich sage da ein ganz klares Nein!

Ich sehe es ein, dass man auf Misstände immer wieder aufmerksam machen muss, überhaupt keine Frage. Auch darf man nie Aufhören, Stereotypen und Rollenklischees immer wieder zu hinterfragen und nicht als gegeben hinzunehmen. Aber Gleichberechtigung (rechtlich sowie in den Köpfen) erreicht man ganz sicher nicht dadurch, dass man die Unterscheidung noch betont und die Gräben vertieft.

"Der Mensch" steht für beide Geschlechter, erst "die Menschin" (Achtung, überspitzt) würde zwei Geschlechter-Pole erzeugen und die Unterscheidung betonen. Ist denn "die Menschheit" weiblich?
Quoten bringen keine Gleichberechtigung, sondern eher das Gegenteil, da eventuell besser qualifizierte Mitbewerber aufgrund ihres "anderen" Geschlechts benachteiligt werden. Nett gemeint, falscher Weg.

Aber wie dann?

Ich bin ganz klar Verfechter der "gelebten Gleichberechtigung". Dieses Prinzip lässt sich problemlos auf jede weitere Form der Gleichberechtigung ausweiten. Ich bleibe aber an dieser Stelle bei der sexuellen Diskriminierung: Meine These: Gleichberechtigung aller Geschlechter und sexuellen Identitäten und Orientierungen ist erst dann wirklich möglich, wenn diese Faktoren schlicht und ergreifend keine Faktoren mehr sind – wenn es einfach egal ist, ob du Frau, Mann, Transgender, hetero- oder homosexuell (und allen dabei erdenkbaren und vorhandenen Zwischenschritten) bist und ihnen somit keinerlei Relevanz zugesprochen wird.

Ich glaube, es kann so einfach sein.

Gerade die Politik muss diese Haltung fordern und fördern und endlich auch rechtlich die Rahmenbedingungen für echte, gelebte Gleichberechtigung schaffen! Das ist einer der vielen Gründe, warum ich meine politische Ignoranz und Passivität mittlerweile an den Nagel gehängt habe.

Wo wir gerade beim Thema sind: Auch hier ist die Piraten-Partei ein kleines Vorbild. Im Wahlkampf (und auch jetzt noch) stand sie in der Kritik, weil sie doch "so eine geringe Frauenquote" habe, sowohl bei den Mitgliedern, als auch in den Vorständen und bei den Direktkandidaten. Ich, der Gleichberechtigung leben will, kann darauf nur antworten: "Na und? Warum soll das Geschlecht ein Kriterium der Qualifizierung sein?" Übrigens weiß man Piraten-intern gar nicht, wie viele Frauen und/oder Männer und/oder Hermaphroditen es in der Partei gibt, weil diese Angabe beim Eintritt einfach nicht abgefragt wird. Warum auch?

Es muss so einfach sein!

Ich könnte noch stunden- und seitenlang weiter argumentieren, hoffen und wünschen … je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, desto schlimmer und gleichzeitig hoffnungsvoller wird es. Ich würde mich sehr über eure Meinungen und Standpunkten zu diesem Thema freuen, sei es als Kommentar, per Mail, Twitter oder von Angesicht zu Angesicht … ich glaube, dass Thema muss endlich wieder richtig ins Gespräch – als neutrales, echt gleichberechtigtes und nicht mehr als EMMA-geprägtes.

So, an dieser Stelle Danke fürs Interesse an meinen Hirnfunken.
Ich hoffe, ich konnte den ein oder anderen Gedanken in Bewegung setzen.

In diesem Sinne,
euer Michel

4. November 2009

zurück aus Balin ...

Was soll ich sagen – es war echt klasse. Sehr informativ und Spaß hat es auch gemacht. Berlin hat in der Tat mehr zu bieten als das Sony-Center und den KuDamm – nicht, dass ich das je bezweifelt hätte ;) ! Ich könnte jetzt natürlich auch nen ellenlangen Bericht schreiben, stattdessen mache ich mir es ganz einfach und verlinke hier einfach auf den Bericht von Rolf Schmitt auf bruchsal.org – er hat die Berlinfahrt wunderbar zusammengefasst, indem er die unter dem Hashtag #bffpi09 (BerlinFahrtFürPolitischInteressierte09) gesammelten Tweets (Mikro-Blog-Beiträge auf twitter.com) als Protokoll gesammelt hat und was einen schönen Querschnitt der "Live"-Erlebnisse darstellt – Guckst du hier!

Da findet man auch ein paar Tweets von mir, wer wissen will, welche es sind, muss schon selbst direkt auf twitter recherchieren ;). Dort finden sich übrigens auch ein paar Schnappschüsse der Fahrt. Weitere und teils bessere Fotos der Fahrt findet man natürlich auch auf Flickr, auch unter dem Tag bffpi09.

In diesem Sinne,
euer Michel

24. Oktober 2009

Balin, Balin …

Wir fahren nach Balin!
Ohja, Montag geht es für den Michel auf eine "Berlinfahrt für politisch Interessierte" – und das bin ich ja, wie ihr inzwischen mitbekommen hat. 8:57 geht der ICE ab Freiburg, über Karlsruhe schließlich nach Berlin. Kosten tut es mich nichts, da es von der Bundeszentrale für politische Bildung gezahlt wird – und zwar alles: Fahrt, Unterkunft im 4-Sterne-Hotel, Verpflegung, Rundfahrten, Besichtigungen etc. … . Nun, als Steuerzahler zahle ich natürlich auch was dran, allerdings halt nu rund ein 80-Millionstel der Kosten ;)

Ich freu mich natürlich nicht nur wegen des Hotels und der Vollpension auf die 4 Tage Berlin, sondern vor allem darauf, auch mal in den Bundestag zu kommen, Ministerien zu besuchen und Berlin generell auch mal politisch kennen zu lernen. Hier mein Programm für die Tage in Berlin:

Montag, 26.10.2009

15:25 Uhr:
Ankunft mit der Deutschen Bahn AG Berlin
15:45 Uhr:
Fahrt zum Hotel und Check-In
18:00 Uhr:
Abendessen im Restaurant Yildiz, Friedrichstr. 246, 10969 Berlin-Kreuzberg

Dienstag, 27.10.2009

09:00 Uhr:
Stadtrundfahrt durch die Bundeshauptstadt - an politischen Gesichtspunkten orientiert
12:00 Uhr
Mittagessen im Restaurant Rocco Am Hackeschen Markt, Zwirngraben 6 - 7, 10178 Berlin-Mitte
14:00 Uhr:
Informationsgespräch im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Alexanderstraße 3, 10178 Berlin-Mitte
16:00 Uhr:
Besuch der Ausstellung "Wege, Irrwege, Umwege - Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland"
18:00 Uhr:
Abendessen im Restaurant Maximilian's im Kontorhaus, Friedrichstraße 185 -190, 10117 Berlin-Mitte

Mittwoch, 28.10.2009

09:30 Uhr:
Einfinden zum Sicherheits-Check
10:00 Uhr:
Diskussion mit MdB im Deutschen Bundestag (Reichstagsgebäude), Platz der Republik 1, 11011 Berlin-Tiergarten
12:15 Uhr:
Fototermin im Reichstagsgebäude - Dachterrasse, Platz der Republik 1, 11011 Berlin-Tiergarten
Besichtigung der Glaskuppel
13:30 Uhr:
Mittagessen im Restaurant Umspannwerk Ost, Palisadenstr. 48, 10243 Berlin - Friedrichshain
16:30 Uhr:
Informationsgespräch und Führung in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen (ehem. Zentrale Untersuchungshaftanstalt der Stasi), Genslerstr. 66, 13055 Berlin-Hohenschönhausen (Eintritt p. P. 4,00 € / erm. 2,00 €, Schüler frei)
18:00 Uhr:
Abendessen im Hotel Kolumbus, Genslerstr. 18, 13055 Berlin-Hohenschönhausen

Donnerstag, 29.10.2009

10:00 Uhr:
Informationsgespräch in der Bundeszentrale für politische Bildung, Stresemannstr. 90, 10963 Berlin-Kreuzberg
12:30 Uhr:
Mittagessen und Informationsgespräch in der Landesvertretung Baden-Württemberg, Tiergartenstr. 15, 10785 Berlin-Tiergarten
15:00 Uhr:
Individueller Rundgang am Brandenburger Tor
18:33 Uhr:
Abreise mit der Deutschen Bahn AG Berlin - Hauptbahnhof


Ankommen werde ich dann kurz nach Mitternacht in Karlsruhe, wo ich wohl auch bleibe. Wie gesagt, ich freu mich echt, nicht nur wegen Berlin an sich und der Tatsache dass ich das gratis hinkommen, sondern auch wegen des Einblicks in die Diskussionen, Informationen und weil ich so auch mal die anderen Piraten aus Baden-Würrtemberg kennenlerne. Ich hoffe natürlich, dass das Wetter mitspielt. Nach der Fahrt gibt es dann natürlich einen kleinen Erlebnisbericht!

In diesem Sinne,
euer Michel

7. Oktober 2009

und nochwas …


CC-by-nc-sa "Roger"

Still und heimlich hatte mein Blog im September das einjährige Jubiläum :) Mittlerweile sind es 29 Blogeinträge, was mich doch etwas überrascht hat. Genau genommen sind es 30, aber ich hatte mich entschieden, den Beitrag über Gravis zu löschen. Insgesamt macht das also durchschnittlich 2,2 – 2,5 Blogeinträge pro Monat. Das finde ich okay – lässt sich aber sicher auf 3 im Monat aufbauen :) – und das vor allem regelmäßiger. Ich arbeite dran.

Mittlerweile sind es rund 8 regelmäßige Leser/Abonnenten, wovon ich selbst einer bin ^^ … von ein paar weiteren kann ich mir denken wer es ist, von den anderen fände ich schön, wenn sie in den Kommentaren einfach mal Hallo sagen würden. Wisst ihr was: ich fände es klasse, wenn jeder, der das hier und jetzt liest, in den Kommentaren kurz Hallo sagen würde :D !

Überhaupt finde ich, dass etwas zu wenig kommentiert wird. Entweder schreibe ich zu langweilig, oder alle sind exakt meiner Meinung, oder ich biete zu wenig Reibfläche. Bitte kommentiert, so lange ihr noch könnt ;)

In diesem Sinne,
euer Michel

Wie man das Laufen angeht – 3

Sodele, nun gibts mal wieder etwas zum Thema Laufen.
Die letzten Wochen habe ich selbst eher schleifen lassen – wenn ich einmal die Woche laufen war, war das schon viel ;) … Nun haben wir allerdings schon Oktober, sprich in einem halben Jahr ist wieder Halbmarathon in Freiburg. Der Michel hat also wieder eine richtige Motivation. Diesmal möchte ich natürlich noch erfolgreicher sein – in Zahlen ausgedrückt möchte ich ihn unter 2 Stunden absolvieren, zumindest so um den Dreh. Den ersten hatte ich ja mit 2:12:00 geschafft und somit muss ich nun halt 12 Minuten Verbesserung rauskitzeln.

Zumal ich damals ja auch erstmal Grundausdauer schaffen musste (wovon ich mittlerweile etwas mehr hab als damals) und sich die Gelenke und Sehnen erstmal anpassen mussten, bin ich nun ganz zuversichtlich, dass ich mich in 6 Monaten ausreichend steigern kann. Das heißt nun, dass ich ab sofort wieder versuche, 3x die Woche laufen zu gehen und davon mindestens 1x über eine Stunde. Die heiße Phase beginnt dann wieder erst zum Jahreswechsel, ab dann wird ganz gezielt auf den HM hintrainiert.

Aber dies nur am Rande :)

Heute will ich etwas näher auf Ausrüstung und ähnliche praktische Anschaffungen eingehen. Wie letztes Mal erwähnt, ist die einzige Ausrüstung, die meiner Ansicht nach ein Muss ist, ein paar gescheite Laufschuhe. Geht ins nächste Fachgeschäft(!), lasst euch ausführlich beraten, im Idealfall mit einer Laufbandanalye und Pipapo. Solltet ihr schon welche haben und wollt nun neue Laufschuhe kaufen, nimmt am besten die alten mit, weil die Fachleute aus dem Sohlenabrieb viel rauslesen können. Mein Tipp diesbezüglich ist der RunnersPoint bzw. R2 – Top Beratung und schöne Auswahl. Meine Schuhe sind übrigens von Brooks, Modell Infiniti. Dieser Schuh ist relativ gut gedämpft (ne nach (Über)Gewicht ein Muss) und wirkt einer sog. Pronation, also einem Einknicken und einer Eindrehung der Fußgelenke nach innen, entgegen. Dies tritt gerne bei Anfänger auf, bei denen der Stützapparat des Fußgelenks noch nicht ausreichend trainiert ist bzw. bei Übergewicht. Übrigens finde ich gescheite Schuhe auch dann wichtig, wenn man "nur" Walken geht – hierzu gibt es auch spezielle Schuhe. Das heißt natürlich nicht, dass man mit Laufschuhen nicht auch walken darf ;)

Ich war/bin mit meinen Schuhen – gerade obwohl/weil es die ersten waren – recht zufrieden. Nun aber merke ich so langsam, dass es Zeit wird für neue Schuhe, mit eher neutraler Stützung … genaueres wird die nächste Laufbandanalyse zeigen. Generell ist die Faustregel, dass man nach rund 600 Kilometer ein neues Paar kauft, da die Weichmacher in der Dämpfung etc. sich mit der Zeit und je nach Nutzung verflüchtigen und somit keine ideal Dämpfung und Stützung mehr gegeben ist. Nun, ich warte mit meinem Neukauf noch etwas … vielleicht wünsche ich mir einen R2-Gutschein zu Weihnachten :)

Soviel zu den Schuhen. Fazit: Wichtig!

Mit den Schuhen fängt es dann auch meistens an; bei mir kamen dann auch ganz schnell Laufsocken dazu. Diese sind gerade bei längeren Läufen gut, weil sie die Blasen- und Scheuergefahr stark minimieren und teils auch für bessere Lüftung sorgen. Ebenfalls bekommt man auch schnell Interesse an guter Laufkleidung. Eine wichtige Faustregel: Keine Baumwolle! Baumwolle ist zwar sonst ein tolles Material, aber was das Laufen angeht, total unfunktional! Der Schweiß bleibt im Stoff hängen, macht in nass und schwer, verdunstet kaum, erzeugt im Sommer Hitzestau und im Winter kühlt man zu sehr aus. Viel besser ist Funktionskleidung – z.B. ein (Langarm)Shirt und eine kurze Laufhose oder eine radlerhosenartige Leggins aus Kunstfaser. Diese müffelt zwar nach dem Laufen umso mehr, dafür sorgt sie für einen guten Feuchtigkeitstransport und Luftaustausch und ist in der Regel schön leicht auf der Haut.
Jetzt im Herbst und Winter gibt es natürlich auch noch gute regen- und windfeste Funktionsjacken und -Westen…
Man kann übrigens aus sehr gut und angenehm bei 0°C laufen gehen – ohne dabei wirklich dick gekleidet zu sein! Gute Laufhose, zwei Schichten Langarm-Laufshirts und ggf. noch ein Jäckle und Strinband/Mütze reichen wirklich aus!

Ansonsten gibt's natürlich noch eine Vielzahl an Gimmicks und Gadgets, die interessant und hilfreich, aber nicht zwingend notwendig sind. Höchstens ein gescheites einfaches Brustgurt-Pulsmessgerät (z.B. Polar) würde ich empfehlen, aber Sachen wie GPS-Tracker, NikePlus mitsamt iPod nano, Lauftäschle, Läuferunterwäsche, undundund sind wirklich mehr Kür als Muss :) Die Lust, sich das ein oder andere anzuschaffen, kommt ganz von alleine, da braucht man nicht wirlich eine Empfehlung auszusprechen :) Trotz allem: Laufen ist mit die günstigste Sportart! Und wenn man sich auf die Laufschuhe beschränkt, muss man nur einmal im Jahr rund 100 Euro investieren, das wars.

So, ich denke ich sollte das meiste an Ausrüstungstipps abgedeckt haben. Zum Schluss kann ich nur noch gute Literatur zum Thema empfehlen. Herbert Steffny ist diesbezüglich generell zu empfehlen, vor allem aber "Das große Laufbuch: Vom richtigen Einstieg bis zum Marathon: Alles, was man übers Laufen wissen muss" ist das perfekte Buch für sowohl Anfänger, als auch
Fortgeschrittene.

In diesem Sinne,
euer Michel

29. September 2009

Ich bin Pirat.

Die meisten haben es ja mehr oder weniger schon mitbekommen: Ich bin jetzt Pirat. Ich habe mich innerhalb von zwei Monaten diesbezüglich vom Saulus zum Paulus gewandelt, vom politisch Uninteressierten und erst recht Unengagierten zum zuerst vorurteilenden Kritiker, dann kritischen Unterstützer, dann unterstützenden Wähler und schließlich zum Parteimitglied.

Ohja, ich bin jetzt Parteimitglied der Piraten-Partei.

Wie es soweit kam? Nun, das kann ich gerne zusammenfassen: Zur Europawahl hörte ich das erste mal von der Piraten-Partei und wusste darüber nur, was man so hörte und las. Für mich hieß das also "irgend so ne Nerd-Spaß-Protest-Partei die nur für Gratis-Downloads im Netz steht" - ergo wollte ich sie definitiv nicht wählen, aber mich schlauerweise auch nicht weiter informieren.

Erst weit nach der Wahl, nach dem Aufschrei im Netz bezüglich des Internetsperren-Gesetzes der Zensursula (bitte googlen, wer's noch nicht kennt) und der daraufhin folgenden Bundestags-Petition, bei der weit über 130000 Petenten sich gegen verfassungswidrige Sperren im Netz aussprachen und dabei komplett ignoriert wurden, fing ich an, mich doch etwas mehr zu informieren. Über Politik im Allgemeinen und wie es um die deutsche Demokratie und und Bürgerrechte steht. Über Bekannte und Freunde (sieh auch die Kommentare ^^), die sich etwas früher als ich informiert hatten, erfuhr ich, dass gerade die Piraten-Partei sich ernsthaft dieser Themen annimmt und dabei das Thema Informationsgesellschaft als Kernthema hat.

Das nahm ich dann zum Anlass, mal deren Grundsatz- und schließlich das Wahlprogramm zu lesen. Und ich erlebte, was ich noch nie mit irgendeiner Partei erlebte: vollste Zustimmung in allen Punkten. Klar war das Programm nicht so umfangreich wie etwa das der Grünen – aber mir gefiel besonders die Ehrlichkeit, nur zu den Themen eine Position zu beziehen, bei denen bislang auch eine echte Kompetenz vorliegt: Datenschutz, Privatsphäre, Bildung, Forschung, Bürgerrechte, direkte Demokratie, Urheberrecht, Patentwesen, Transparenz des Staatswesens, Open Access etc. Ich hatte hier den wahren Sinneswandel: für mich musste eine Partei nicht mehr alles abdecken, solange die Themen, die sie behandelt, bei den anderen Parteien schmerzlich vermisst oder einfach nicht gelebt werden und sie so mit ihrem kleineren – aber umso kompetenteren Programm – eine Art inhaltliches Gleichgewicht wiederherstellt.

Ich war also rundum überzeugt und wollte die Partei nicht nur wählen, sondern tatkräftig unterstützen. Hier muss man wissen, dass der einzige Unterschied zwischen Parteimitglied und Unterstützer nur der monatliche Beitrag von 3€ und das Stimmrecht auf Parteisitzungen ist – inhaltlich mitgestalten, mitdiskutieren und kritisieren kann und soll jeder, da jegliche inhaltliche Diskussion und Positionsbildung basisdemokratisch öffentlich und offen im Wiki und Forum der Piraten geführt wird. Da gerade Themen wie direktere Demokratie und der freie Zugang zu Wissen und Bildung mich interessierten und eine Optimierung der Urheberrechts mich auch beruflich betrifft, entschloss ich mich richtig einzubringen und – schwupps – wurde ich offiziell der 6594. Pirat in Deutschland. Mittlerweile sind es übrigens über 9700, Tendenz weiter steigend.

Und so fand ich mich plötzlich in meiner Freizeit in der Ka-Jo am Infostand Wahlkampf treibend, Flyer verteilend, mit Leuten unterschiedlichster Auffassung diskutierend und bekam die volle Breitseite Politik :) – und was soll ich sagen, es macht verdammt viel Spaß und bringt einen echt weiter – in so vielen Aspekten. Ganz davon zu schweigen, wieviele nette, lustige und intelligente Leute ich innerhalb und rund um der Partei kennenlernen konnte. Soviel dazu.

Manche haben es evt. auch mitbekommen:
Sonntag war eben Bundestagswahl und wir haben
  • Deutschlandweit 2,1%
  • was über 850000 Stimmen bedeutet und einer Vervierfachung derselben seit der Europawahl – und das in 3,5 Monaten!
  • Die Grünen hatten bei ihrer ersten Bundestagswahl nur 1,5%, obwohl sie zuvor schon bei einigen Landtagswahlen angetreten waren
  • Unter den Sonstigen sind wir nun mit Abstand die Stärkste (mehr als NPD und Republikaner zusammen)
  • Im Wahlkreis Freiburg erreichten wir 2,8%, womit wir auch die Größten der Kleinen sind
  • unter den männlichen Erstwählern erreichten wir 13%, bei den bis 24-Jährigen waren es 9%
  • in den unterschiedlichen Wahlkreisen war es flächendeckend stabil zwischen 1,2% und 6%, mit einem Schwerpunkt um die 2%
Und das alles, trotz:
  • der Zeit: in der Kürze der Zeit wurde ein klasse Wahlkampf hingelegt. Die Zulassung zur Wahl kam erst am 31.07.
  • der Medien: wir wurden weitläufig ignoriert, ständig mit dem Fall Tauss verbunden oder sonst verfälscht dargestellt ("monothematisch", "Internet-Partei")
  • dem wenigen Geld: Wahlkampfbudget deutlich < 200.000 im Vergleich zu den großen Parteien (CDU >20 Mio, SPD >26 Mio, selbst Grüne noch ca. 4 Mio) und das alles rein privat und mit den Mitgliedsbeiträgen
  • der wenigen Aktiven: nur eine Handvoll Engagierte vor Ort, mit ehrenamtlichen Zeitaufwand und Sach- und Geldspenden
  • der Jugend und wenigen Erfahrung: spontan, etwas unorganisiert, dafür aber umso mehr authentisch und glaubwürdig
  • (Quelle Piraten-Partei)

Die nächsten Ziele sind recht klar: Ausbau des Programms, Professionalisierung der Strukturen, diverse Landtagswahlen und und und. Ich freu mich jetzt schon darauf mitzuhelfen, die Partei fit für die nächsten 4 Jahre zu machen und sie 2013 auch in den Bundestag zu bringen – die Chancen stehen mehr als nur gut.

Für alle, die nun weiter interessiert sind, gibt es nun zum Schluss ein paar weiterführende Links. Gerne könnt ihr auch Fragen stellen oder generell kommentieren :)

In diesem Sinne, euer (Piraten-)Michel

13. September 2009

übrigens…

gibt es mich noch, es gibt auch einiges an Neuigkeiten. Allerdings hatte ich in letzter Zeit auf gut Deutsch einfach keinen Bock, mich hinzusetzen und das alles schön in Textform zu gießen :). Auch mit den Lauftipps geht es irgendwann weiter (auch wenn das Feedback und Fragen diesbezüglich eher dünn einsickern).

In diesem Sinne,
Michel

10. August 2009

Stimmen-Festival 2009 – Milow

Hab ja ganz vergessen vom Stimmen-Festival in Lörrach bzw. dem Konzert von James Morrison mit Milow als Support zu berichten. Kurz: schön wars :).

Hier zwei Videos als kleinen Einblick, hier und heute erstmal Milow, nächstes Mal James Morrison. Habe es mit dem iPhone aufgenommen, welches natürlich bei den lauteren, satteren Klängen/Bässen doch etwas überfordert war – hoffe trotzdem, dass der Sound und die Stimmung so halbwegs rüberkommt. Hoffe auch, dass die Clips noch ein Weilchen auf Youtube bleiben (dürfen) …





In diesem Sinne,
Michl

8. August 2009

Wie man das Laufen angeht – 2

Nach längerer Pause geht es nun weiter mit den Lauftipps. Nach dem Ausflug in das "Warum und Wofür" soll es heute wirklich um den Einstieg gehen. Generell: Wer leichtes Übergewicht hat, sollte ggf. vorher mal sein Vorhaben vom Hausarzt absegnen lassen, bei mehr Übergewicht und eventuellen Gelenk- oder Knochenproblemen oder Herz-/Kreislaufanfälligkeiten auf jeden Fall!

Tja, wie fängt man an? Am besten zieht man sich ein paar gescheite Sportschuhe (für draußen oder im Fall des Laufbands für drinnen) an und läuft einfach los. Klingt simpel, oder?

Ist es eigentlich auch.
Generell ist es ganz wichtig, wirklich langsam anzufangen, sprich entweder so langsam zu joggen, dass man das Gefühl hat, kaum von der Stelle zu kommen (und man sich auch locker noch mit jemanden unterhalten könnte), oder einfach erstmal locker zu walken (walken = straff gehen, mit immer mind. einem Fuß auf dem Boden).
Je langsamer, desto besser – wirklich!

Gleiches gilt für die Dauer: als Einstieg reichen maximal(!) 15 Minuten langsamen Joggen oder zügiges Gehen, selbst 5 Minuten wären als Einstieg besser als nichts. Zum Einstieg sich lieber unter- als überfordern! Mit diesen Grundsätzen kann man theoretisch jeden Tag mal kurz und locker laufen oder gehen, dreimal die Woche sollte es aber schon sein.

Viele machen dann den Fehler, sich zu schnell und zu stark zu steigern und sind dann gefrustet, weil es einfach zu anstrengend wird und hören einfach auf. Richtig und wichtig ist es, erst einmal ausschließlich die Dauer zu steigern, nicht die Intensität! Sprich: Wer als Einstieg 10 Minuten gelaufen ist, läuft dann einfach mal 15 Minuten. Oder: Wer bislang 3x die Woche gelaufen ist, läuft jetzt mal 1x mehr. In der nächsten Woche dann wieder 5 Minuten mehr, und so weiter und so weiter.

Egal ob man mit 5 Minuten angefangen hat, oder mit 15 Minuten: Früher oder später schafft man es, ganze 30 Minuten locker zu joggen oder zügig zu gehen. Und dann hat man schon ein ganzes Stück erreicht! Nun kann man – gerade wenn man merkt, dass es immer leichter fällt – das ganze auch mal leicht intensivieren: entweder man versucht, generell etwas flotter zu laufen/gehen, oder man läuft auf einer Strecke mit ganz leichter (!) Steigung. Wieder wichtig: Nicht übertreiben! Man soll (gerade als Einsteiger) den Körper fordern, aber nicht überfordern!

Es ist für den Aufbau der Grundausdauer und die Gewöhnung der Muskeln, Sehnen und Bänder um einiges wichtiger, die Dauer zu steigern; eine übertriebene Intensität ist da eher kontraproduktiv.

Hier auch ein Tipp:
Es ist ein Irrglaube, dass man entweder nur joggen nur walken darf! Viele kämpfen sich ab, nur damit sie das gesteckte Zeitziel ausschließlich joggend erreichen, weil alles andere ein Zeichen von Schwäche wäre. Ein großer Fehler! Man kann wunderbar die 30 Minuten auch wie folgt aufteilen: 5 Minuten joggen, 5 Minuten walken, 5 Minuten joggen usw. …

Die Intervalle können natürlich noch kürzer oder anders gewichtet werden – wichtig ist aber auf jeden Fall die konstante leichte wöchentliche Steigerung (z.B. indem man dann die Geh-Intervalle verkürzt und/oder versucht immer mehr am Stück zu Joggen). Nach diesem Prinzip kann es weiter gehen: wöchentliche (wenn nötig: 14-tägige) Steigerung um rund 5 Minuten als Haupt-Ziel, ab und an leichte Intensivierung über gering höhere Geschwindigkeit oder kleinere Streckensteigung, wenn nötig auch zwischendurch kleine aktive Gehpausen, die fortschreitend immer geringer werden.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man gerade beim Laufen sehr schnell Fortschritte merkt, gerade als unsportlicher Einsteiger. So kann man theoretisch nach einem Monat schon eine ganze Stunde am Stück laufen – etwas, was man zu Beginn für total unmöglich halten mag – aber auch nicht erzwingen muss :)

Bewusst habe ich hier mal Themen wie Ausrüstung und Kleidung ausgeklammert, da es beim Laufen eher sekundär darum geht. Natürlich empfehle ich jedem, der mit dem Laufen angefangen hat bzw. gerade anfängt, sich richtige Laufschuhe (nicht einfach nur Sneakers oder Hallenschuhe) anzuschaffen. Für rund 100 Euro bekommt man (z.B. im Runners Point / R2) schon gute, stabilisierende, führende und dämpfende Laufschuhe mitsamt fundierter Laufanalyse und Beratung. Dies ist auch die einzige wirklich wichtige Anschaffung – somit ist Laufen mit die günstigste Sportart. Auf weitere nützliche, wenn auch optionale Ausrüstung, gehe ich dann ein anderes mal ein.

Abschließend eine Zusammenfassung:
  • im Zweifelsfall den Hausarzt fragen
  • einfach loslegen
  • so locker und langsam joggen, dass man das Gefühl hat, kaum schneller als ein normal Fußgänger zu sein
  • ggf. mit dem Walken anfagen, zügig, aber angenehm
  • Intensität so wählen, dass man sich dabei locker unterhalten könnte
  • idealweise alle zwei Tage laufen, beim walken auch täglich möglich
  • mit 5 – 15 Minuten anfangen
  • nach ein/zwei Wochen Einstiegsphase, wöchentlich die Dauer um 5 Minuten pro Lauf steigern
  • nach Gefühl leichte Intensitätssteigerung über Geschwindigkeit oder Streckensteigung
  • sich bezüglich Laufschuhe beraten lassen
  • locker, leicht und unverkrampft an die Sache gehen

Hoffe ich konnte schonmal ein Stück weiter informieren; für weitere Fragen oder Anregungen bietet sich ja die Kommentarfunktion an.

In diesem Sinne,
Michl

5. Juli 2009

Wie man das Laufen angeht – 1

So, nun ist es soweit, wie versprochen werde ich die kommenden Blogposts über ein paar Einsteigertipps für Laufanfänger geben. Diesmal soll es sich vielmehr um das "Warum" und "Wofür" gehen.

Wie zuvor schon erzählt, war ich bis Dezember letzten Jahres mehr als sportfaul. Ich war rund 17 kg über Normalgewicht und mir war bewusst, dass ich "solangsam mal was tun sollte" machte aber kaum echte Anstalten, dies auch zu tun. Erst die scheinbar hirnrissige Idee, beim Halbmarathon 4 Monate später mitzumachen, bot mir eine echte Motivation, etwas zu ändern. Über meine wortwörtlich ersten Schritte berichte ich demnächst; heute werde ich erstmal darlegen, warum mir das Laufen nach etwas Überlegung als optimaler Sport erschien:

Laufen ist eigentlich das natürlichste für Homo Sapiens. Unser Körper ist (fast) perfekt auf den aufrechten Gang und aufs aufrechte Laufen ausgelegt. Seit wir die Bäume verlassen haben, steckt es in unseren Genen. Warum? Es überlebten eben nur die Menschen, die um ihr Leben laufen konnten oder den Tag über im lockeren Trab der Mammutherde nachstellen konnte, um die Sippe mit Nahrung zu versorgen. Laut Anthropologen konnten jagende Stämme in der Steppe so teils rund 40 Kilometer pro Tag zurücklegen – interessanterweise im Prinzip die Marathondistanz. Sie gingen nicht, sie latschten nicht und sie spurteten dabei nur recht selten – sie trabten, das meine ich, wenn ich vom Laufen sprechen.

Sobald man es gelernt hatte, lief man als Kind den Tag über so manche Strecke, bis man dann spätestens mit der Grundschule zum stillsitzen gezwungen wurde. Und die meisten blieben sitzen (was die Aktivität, nicht die schulische Leistung angeht)
Neuzeitlichen Couch-Potatoes tragen dennoch weiterhin die selben Gene in sich, wie ihre afrikanischen Läufer-Vorfahren und haben somit auch ähnliches Potential, was das Laufen angeht.

Dies alles war aber jetzt nicht der ausschlaggebende Punkt für mich, mit dem Laufen anfangen zu wollen. Laufen zählt einfach als effektivste, energieintensivste und gleichzeitig auch kostengünstigste Ausdauersportart. Da ich in erster Linie einfach und unkompliziert Energie verbrauchen wollte, war dies mein Hauptpunkt.
Laufen fordert außerdem den Herz-Lungen-Kreislauf, die Sehnen, Bänder und Gelenke wie kaum eine andere Sportart und fördert sie somit auch (vorausgesetzt die Sehnen und Gelenke sind noch halbwegs gesund). Mit meinen rund 23 hatte ich schon das ein oder andere Ziepen im Knie, somit lag für mich auch hier ein großer Nutzen im Laufen (was sich übrigens dann auch bestätigte).

Im folgenden liste ich mal die positiven Effekte auf (Quelle u.a. "Das große Laufbuch", H. Steffny):
  • Herz Volumenzunahme, Senkung Ruhe- und Arbeitspuls
  • Kreislauf bessere Durchblutung, feinere Gefäße, höhere Gefäßelastizität, geringeres Thrombose-/Arteriosklerose-Gefahr, Sekung Blutdruck
  • Blut Senkung schlechtes Cholesterin, Erhöhung gutes Cholesterin, Zunahme Blutvolumen
  • Hormone Abbau Stresshormone, Freisetzung natürlicher Opiate und Glückshormone
  • Lunge effektivere Sauerstoffausnutzung, Erhöhung Lungenvolumen
  • Muskeln Straffung, bessere Ausdauerleistung, größere Energie-/Sauerstoffspeicher, mehr "Brennöfen"
  • Skelett höhere Knochendichte/-Festigkeit
  • Gelenke bessere Beweglichkeit, bessere Gelenkschmierung, verlangsamte Degeneration
Laufen ist also super ;-). Aus eigener Erfahrung kann ich auch noch sagen, dass man schon nach recht kurzer Zeit erste positiven Effekte auf Stoffwechsel und Leistung erfährt. Laufen (sowie flottes Walking) ist dabei für junge und ältere Menschen geeignet. Dennoch sollte man einige Dinge beachten: Wer älter man ist, länger keinen regelmäßigen Sport betrieben hat oder chronische organische oder orthopädische Leiden hat, sollt sich im Vorfeld man durchchecken lassen. Aber das gilt ja für jeglichen Sport.

Dies sollte eine kleiner erster Einblick in das "Warum" geben: Laufen ist gut, da günstig, effektiv, einfach und gesund.
Demnächst mehr. Wer schon im Vorfeld gewisse Fragen oder Themen hat, die ich in den folgenden Lauf-Beiträgen mitbehandeln könnten, kann sie gerne in den Kommentaren oder über twitter stellen.

In diesem Sinne,
Michl

28. Juni 2009

… kleiner Relaunch

Wer kürzlich dieses Blog direkt besuchte, hat vielleicht schon gesehen, dass ich ein paar kleine Änderungen vorgenommen habe: Statt "MichelPichelBlog" laufe ich nun unter dem Banner "creavity - zieht Gedankenteilchen an". Entsprechend gab es ein klitze-kleines Redesign. Der Name ist nicht nur Schall und Rauch, sondern soll auch Programm werden – in Zukunft werde ich hier vermehrt Gedankenfürze und Ideen von mir lassen und Themen behandeln, die mein Hirn oder Herz beschäftigen.
Das heißt nicht, dass es nicht auch ganz weltliche und banale Posts geben wird –
die Mischung macht's.

In diesem Sinne,
euer Michl

zwischendurch etwas Musik …

Es muss ja nicht immer ein langer Bericht oder ähnliches sein, deswegen gibt es heute ein paar Tipps und Fundstücke, die ich momentan gerne höre. Einiges davon habe ich am Arbeitsplatz aufgeschnappt – schon ganz praktisch, wenn die Arbeitskollegen einen guten Geschmack haben ;)

Ich habe auf meiner blip.fm-Seite mal eine kleine Auswahl zusammengestellt – hört mal rein :) Über weitere Musiktipps würde ich mich freuen.

(Den angekündigten Laufanfäger-Post wird es auch noch geben, braucht aber noch etwas Zeit, weil ich ihn schon 'gscheit und informativ schreiben möchte.)

In diesem Sinne,
euer Michl

10. Juni 2009

Rückgrat sollte man haben

Ich hatte meine Pläne ja bereits erwähnt und nun auch Nägel mit Köpfen gemacht: ich habe mich im neuen "Rückgrat Sport- und Gesundheitscenter" Freiburg bei uns im Alten Zollhof angemeldet.

Nun, ich habe nun schon diverse Fitnessstudios durchprobiert, das erste Mal – soweit ich mich erinnern kann – mit rund 14 im Anschluss an eine Kur. Ich glaube, dass ich ohne den regelmäßigen Sport damals die Erfolge der Kur nicht hätte aufrechterhalten können. Aber wie es numal so ist, nach einer gewissen Zeit schwand halt dann doch die Motivation, bis ich dann gar nicht mehr ging und dann nach 2 Jahren fristgerecht kündigte. Danach war ich zwar wenigstens recht aktiv im Karate-Verein, aber es sollten dennoch einige Fitnessstudio-Intermezzi folgen (vier um genau zu sein); immer wieder zu Beginn hochmotiviert, gegen Ende dann doch ungenutzte Geldverschwendung …

Aber diesmal wird alles anders! ;)
Ich hatte im letzten Fitnessstudio (easy-Sport [oder easy fit?] Freiburg) zwar wieder – nach anfänglicher Motivation – lange Zeit meinen Vertrag gar nicht oder nur gaaanz sporadisch genutzt, aber als dann letztes Jahr die Idee des Halbmarathons im Raum stand, fand ich wieder Motivation regelmäßig ins Training zu gehen – auch wenn es nur fürs Laufband war. Ich merkte, dass sich das Geld (rund €30) schon lohnt, wenn man es auch nutzt. Klingt logisch, ist aber so :)

Durch diese einmalige Erkenntnis ^^ (und die durchs Halbmarathontraining neu gefundene Trainings- und "Disziplins-Bereitschaft") fühle ich mich jetzt wieder bereit für eine neue Runde Fitnessstudio. Es ist einfach wieder an der Zeit, vor allem ganzheitlich und effektiv das Lebensvehikel auf Vordermann zu bringen und dabei für die Zukunft zu rüsten ;)

Wie gesagt fiel dabei die Wahl schnell aufs Rückgrat Freiburg – aus folgenden Gründen:
  • das neu eröffnete "Rückgrat Alter Zollhof" ist direkt hinter meinem Arbeitsplatz in besagtem Gebäudekomplex
  • wir haben von der Agentur aus einen kleeeeinen Nachbarschafts-/Freundschaftsrabatt aushandeln können
  • es ist in einer schönen, hellen, luftigen Location, altes Gemäuer aber ansprechend renoviert
  • die Geräte sind neu und modern
  • die Trainer/Betreuer sind kompetent und gut ausgebildet
  • es gibt für mich attraktive Kurse (u.a. Wirbelsäulengymnastik etc.)
  • sie haben Power-Plates
  • es gibt ein ziemlich cooles Chipkarten-Zirkeltrainingsystem ("Milon")
  • bislang nur positive Erfahrungen berichtet bekommen
  • kaum zeitliche/geografische Ausredemöglichkeiten für mich – Sporttasche direkt mit zur Arbeit!
Ich zahle im Monat jetzt das doppelte als im letzten Fitnessstudio (sprich €15/Woche, dies ergibt sich aus Grundpreis + freiwillige Tarifmodule für Kurse, PowerPlate, Sauna etc.), würde aber sagen, dass ich im Vergleich dazu aber die dreifache Qualität bekomme: Easy-Sport/easy-fit/whatever ist eben wortwörtlich billig, was sich halt in Betreuung, geringem Angebot und technischem (Zu)Stand der Geräte niederschlägt – ist/war meine persönliche Erfahrung, vielleicht geht es anderen da ganz anders.

Ich denke mir, dass mir meine Gesundheit und Fitness (auch als Altersvorsorge) bei entsprechender Qualität 15 Euro die Woche wert sein sollten – vorausgesetzt ich nutze es auch voll aus ;)
Das habe ich nun vor und ihr seid meine Zeugen – Updates und fundiertere Erfahrungsberichte folgen!

In diesem Sinne,
sportliche Grüße!

Michel

30. Mai 2009

Was bisher geschah...



Wie angekündigt gibt es nun ein überfälliges Update.

Vier Monate ist mein letzter, richtiger Post nun her und einiges hat sich getan. Der ereignisreichste Monat hierbei war wohl der März. Zum einen hatte ich im März meine Abschlussprüfung. Alles lief bestens, unser Präsentationsvideo kam sehr gut an (demnächst auch mal hier zu sehen) und Peter und ich konnten unser Studium an der Freien Hochschule Freiburg mit 98 Punkten (von 100) beenden, wobei wir 100 Punkte für das Konzept bekamen – yeah! Seit dem Abschluss ruht unser Projekt jetzt zwar etwas *hüstel*, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben ;)

Es war eigentlich wie mit dem Abi: man arbeitet darauf hin und fiebert ihm entgegen, aber wenn der Abschluss dann da ist, ist es unspektakulärer als erwartet. "Dramatischer" war nun eher der Wechsel vom Studium ins "Erwachsenen-Leben" – auf einen Schlag fällt Kindergeld und Bafög weg, die ganzen Vergünstigungen hat man nicht mehr und man muss plötzlich an Dinge wie eine Haftpflichtversicherung denken und natürlich schnellstens eine Arbeitsstelle finden – dazu später mehr :)

Und nochwas war natürlich im März: der Freiburger (Halb-)Marathon! Starke drei Monate hatte ich darauf hin trainiert und auch eisern durchgehalten, fitter geworden und abgespeckt. Ende März war der Sonntag dann da, ich hatte mich auch mental gut vorbereitet und der Startschuss fiel. Kurz zusammengefasst: Ich bin mit 2h:12 ins Ziel *stolz* – abgekämpft aber glücklich – und es war eine tolle Erfahrung, die ich nächstes Jahr gerne wiederhole, dann natürlich auch unter 2 Stunden ;)

April war dann der erste Monat als Nicht-Student und letzte Monat als Praktikant. Täglich wurde mir etwas banger ob der Zukunft, zumal eine mögliche Übernahme noch nicht entschieden war. Im Nachhinein war es etwas leichfertig, mich nicht arbeitslos zu melden und damit auch Hartz 4 zu bekommen, denn für mich gab es nur zwei Optionen: entweder übernommen werden (was ich ja wollte) oder in eine ganz andere Stadt ziehen und da mein Glück suchen. Zwar gibt es in Freiburg viele (kleine) Agenturen, aber kaum eine andere interessierte mich oder war meinen Ansprüchen gewachsen (so eingebildet das jetzt auch klingt...).

Nun, den Göttern sei Dank musste ich dann weder Hartz 4 beantragen, noch Koffer packen und den Mietvertrag kündigen, sondern bekam dann gegen Ende des Monats die frohe Botschaft, dass ich ab Mai dann übernommen werde, wenn ich denn noch wollte – der Idealfall war also eingetreten und ich darf mich nun offiziell als Mitarbeiter der wohl größten, besten (und nettesten ^^) Agentur in der Regio (und auch bissel darüber hinaus) bezeichnen. An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön ans Universum für die Chance mich beweisen zu können.

Tja, nun haben wir auch fast schon wieder Juni. Der Mai war ein arbeitsintensiver Monat, teils auch recht stressig, aber trotzdem (oder gerade deswegen) sehr erfüllend. Zwischendurch gabs zwar mal eine Darmgrippe (oder wars ne Lebensmittelvergiftung?), aber das änderte nichts an der Tatsache, dass es mir im Großen und Ganzen recht gut ging.

Das mit dem Laufen habe ich zwar seit dem Halbmarathon – auch aufgrund kleinerer Zipperlein und fehlender Motivation – eher schleifen lassen, habe aber nun wieder fest vor, mindestens zweimal die Woche wieder zu joggen. Außerdem habe ich nun Anfang Juni auch ein Beratungsgespräch im "Rückgrat", einem recht ordentlichen Fitnessstudio, welches erst kürzlich direkt hinter unserer Agentur aufgemacht hat. Die Faulheit hat also kaum Chance, wieder Einzug auf meinen Hüften zu halten.

So, das war jetzt mal wieder ein grober Rundumschlag der letzten Meilensteine auf dem "Michel-Marathon". Generell hab ich auch vor, öfters wieder zu bloggen (trotz Twitter, wo ihr auch gerne meine häufigen Updates verfolgen dürft), auch mal mehr über Kleinigkeiten oder Dinge, die mich generell interessieren und beschäftigen.

In diesem Sinne, bis bald,
euer Michel

27. Mai 2009

Kleines Lebenszeichen…

Ja, ich lebe noch :)

Da ich momentan doch lieber twittere (also mikroblogge) – und das häufig und regelmäßig – habe ich bisher eher nicht die Lust gefunden, ausführlich ("makro") zu bloggen. Dabei ist seit dem letzten Post echt viel passiert. Nun, vielleicht gibt es demnächst eine Zusammenfassung der letzten Monate.

Der eigentliche Grund für diesen Post ist aber der, dass morgen das monatliche Bloggertreffen in Freiburg ist und ich selbigem zum ersten mal (und hiermit zu Recht) beiwohnen möchte… ^^

Grüßle und in diesem Sinne,
Michel

29. Januar 2009

Er läuft und läuft und läuft…

Ohja. Der Michel macht Sport. Endlich, mag man sagen :)
Nach doch längerer Bewegungsabstinenz wurde es wirklich Zeit. Was ich mache? Ich laufe/jogge/trabe/renne und fühl mich wunderbar…

Alles Begann Anfang Dezember als eine Bekannte mir vorschlug, doch beim Freiburger Halbmarathon mitzumachen… Ich so: "Ne, Quatsch, das kann ich nicht, keine Kondition, 21 Kilometer – biste verrückt?!" Na ein paar Getränken und ein bissel Überdenkzeit sah ich das ganze dann doch mehr als Chance bzw. Motivation, um wirklich wieder Sport zu treiben und stimmte zu. Ende März 2009 sollte es also so weit sein! Als Ziel setzte ich mir mal hochtrabend die 21 km in 2,5h zu schaffen, wobei mir das schon sehr unrealistisch vorkam…

So ging ich also nach Monaten das erste Mal wieder ins Fitness-Studio und stellte mich aufs Laufband. Ich stellte mal 6 km/h ein und fing mit dem Traben an. 30 Minuten schaffte ich, war aber doch recht groggy. Aber ich merkte, dass es geht. Also ginge es ein paar Tage später weiter, diesmal "sogar" mit 6,5 km /h… und so begann ich langsam aber sicher, mich an das Laufen heranzutasten. Der ganzen Dezember stand im Zeichen de Eingewöhnung, besonders meine Gelenke sollten sich erstmal langsam an die Belastung gewöhnen.
Aus diesem Grund besorgte ich mich auch recht bald richtige Laufschuhe; dazu wurde ich im run2/runners point Freiburg wirklich gut und kompetent beraten. Einführende Literatur war auch schnell besorgt und und ich las mich gut ins Thema ein. Abgesehen von etwas Rückenschmerzen zu Beginn und leichtem Kniezwicken (was ich vorher aber auch schon hatte) ging es mir auch wirklich gut.

Als für mich auch feststand, dass ich das definitiv weiter durchziehen will, besorgte ich mir dann auch eine Pulsuhr, um damit wirklich korrekt und gezielt trainieren zu können. Januar war es dan auch so weit und ich begann richtig nach Plan zu trainieren; ich achtete auf den richtigen Pulsbereich und auf ausreichend Pausen, gleichzeitig legte ich noch mehr Wert auf eine gescheite Ernährung…

Zwischenzeitlich habe ich auch Laufklamotten besorgt, gehe nach wie vor regelmäßig laufen (auch seit neustem draußen und nicht nur Laufband) und habe auch schon seit Dezember rund 6 Kilo abgenommen; generell merke ich total die Fortschritte, sowohl was Kondition, als auch Wohlbefinden usw. angeht.

Ich bin mir nun auch ganz sicher, dass ich die 21 km in Zielzeit schaffe, sogar noch flotter. Warum? Ganz einfach: ich bin letzten Sonntag im Prinzip fast Halbmarathon gelaufen, als ich spontan entschied, von Halsach über die Haid, über Tiengen, Opfingen und Merdingen schließlich nach Ihringen zu laufen. Ich überlebte es und schaffte es (sogar mit kleinen Gehphasen) in 2,3h… also mehr oder weniger in meiner angestrebten Geschwindigkeit!
Danach konnte ich zwar einen Tag fast nicht laufen, dafür ging es mir aber beim Training zwei Tage später umso besser ;)
Mit ursprünglich 30 Minuten bei max 6,5 km/h kann ich nun aktuell gut und angenehm über eine Stunde mit 8,5 km/h laufen… und es wird wöchentlich besser.

Nun, soviel als Update zu meiner sportlichen Betätigung. Ich kann nur sagen, dass ich echt froh bin damit angefangen zu haben – dabei hätte ich mir das früher echt nicht vorstellen können, weil mir Laufen eigentlich immer verhasst war.
Ich freu mich jetzt auch richtig auf den Halbmarathon, weil ich jetzt eben die Gewissheit habe, dass ich es gut packen werde.

Wen meine weiteren Trainingsfortschritte interessiert, kann ab und zu mal vorbeischauen; hier finden sich immer Infos zu meinen letzten Trainings:




In diesem Sinne,
Danke fürs Interesse,

euer Michel

In diesem Sinne,
Danke fürs Interesse,

euer Michel

18. Januar 2009

Wie steht mir Schnurrbart und Uniform?





Versucht mich* zu entdecken und entscheidet selbst :)
Screenshots dazu gibt's auf Flickr.

(* das bin natürlich nicht ich, sondern mein Vater im Alter von 23 [sieht aber älter aus] während seiner Wehrpflicht 1972.
Die englische Sängerin "Sandie Shaw" besuchte seine Kompanie (oder wie nennet man sowas, bin 'ne militärische Null) und ein Filmteam des NDR war dabei, um sie mit dieser Truppe in Szene zu setzen – wenn auch leicht surreal; ein Lied namens "Sommerwind" mit Soldaten und Archivfilmen von Panzern und startenden Raketen zu untermalen, ist schon irgendwie seltsam - oder war's ein politisches Statement? Egal, mittlerweile ist der Kalte Krieg ja mehr oder weniger vorbei…

Schon interessant, aber auch irgendwie gruselig, sich selbst so sehr in den Eltern wieder zu erkennen, mal von Schnurrbart und Uniform abgesehen ;)

In diesem Sinne,
euer Michel