7. Oktober 2009

Wie man das Laufen angeht – 3

Sodele, nun gibts mal wieder etwas zum Thema Laufen.
Die letzten Wochen habe ich selbst eher schleifen lassen – wenn ich einmal die Woche laufen war, war das schon viel ;) … Nun haben wir allerdings schon Oktober, sprich in einem halben Jahr ist wieder Halbmarathon in Freiburg. Der Michel hat also wieder eine richtige Motivation. Diesmal möchte ich natürlich noch erfolgreicher sein – in Zahlen ausgedrückt möchte ich ihn unter 2 Stunden absolvieren, zumindest so um den Dreh. Den ersten hatte ich ja mit 2:12:00 geschafft und somit muss ich nun halt 12 Minuten Verbesserung rauskitzeln.

Zumal ich damals ja auch erstmal Grundausdauer schaffen musste (wovon ich mittlerweile etwas mehr hab als damals) und sich die Gelenke und Sehnen erstmal anpassen mussten, bin ich nun ganz zuversichtlich, dass ich mich in 6 Monaten ausreichend steigern kann. Das heißt nun, dass ich ab sofort wieder versuche, 3x die Woche laufen zu gehen und davon mindestens 1x über eine Stunde. Die heiße Phase beginnt dann wieder erst zum Jahreswechsel, ab dann wird ganz gezielt auf den HM hintrainiert.

Aber dies nur am Rande :)

Heute will ich etwas näher auf Ausrüstung und ähnliche praktische Anschaffungen eingehen. Wie letztes Mal erwähnt, ist die einzige Ausrüstung, die meiner Ansicht nach ein Muss ist, ein paar gescheite Laufschuhe. Geht ins nächste Fachgeschäft(!), lasst euch ausführlich beraten, im Idealfall mit einer Laufbandanalye und Pipapo. Solltet ihr schon welche haben und wollt nun neue Laufschuhe kaufen, nimmt am besten die alten mit, weil die Fachleute aus dem Sohlenabrieb viel rauslesen können. Mein Tipp diesbezüglich ist der RunnersPoint bzw. R2 – Top Beratung und schöne Auswahl. Meine Schuhe sind übrigens von Brooks, Modell Infiniti. Dieser Schuh ist relativ gut gedämpft (ne nach (Über)Gewicht ein Muss) und wirkt einer sog. Pronation, also einem Einknicken und einer Eindrehung der Fußgelenke nach innen, entgegen. Dies tritt gerne bei Anfänger auf, bei denen der Stützapparat des Fußgelenks noch nicht ausreichend trainiert ist bzw. bei Übergewicht. Übrigens finde ich gescheite Schuhe auch dann wichtig, wenn man "nur" Walken geht – hierzu gibt es auch spezielle Schuhe. Das heißt natürlich nicht, dass man mit Laufschuhen nicht auch walken darf ;)

Ich war/bin mit meinen Schuhen – gerade obwohl/weil es die ersten waren – recht zufrieden. Nun aber merke ich so langsam, dass es Zeit wird für neue Schuhe, mit eher neutraler Stützung … genaueres wird die nächste Laufbandanalyse zeigen. Generell ist die Faustregel, dass man nach rund 600 Kilometer ein neues Paar kauft, da die Weichmacher in der Dämpfung etc. sich mit der Zeit und je nach Nutzung verflüchtigen und somit keine ideal Dämpfung und Stützung mehr gegeben ist. Nun, ich warte mit meinem Neukauf noch etwas … vielleicht wünsche ich mir einen R2-Gutschein zu Weihnachten :)

Soviel zu den Schuhen. Fazit: Wichtig!

Mit den Schuhen fängt es dann auch meistens an; bei mir kamen dann auch ganz schnell Laufsocken dazu. Diese sind gerade bei längeren Läufen gut, weil sie die Blasen- und Scheuergefahr stark minimieren und teils auch für bessere Lüftung sorgen. Ebenfalls bekommt man auch schnell Interesse an guter Laufkleidung. Eine wichtige Faustregel: Keine Baumwolle! Baumwolle ist zwar sonst ein tolles Material, aber was das Laufen angeht, total unfunktional! Der Schweiß bleibt im Stoff hängen, macht in nass und schwer, verdunstet kaum, erzeugt im Sommer Hitzestau und im Winter kühlt man zu sehr aus. Viel besser ist Funktionskleidung – z.B. ein (Langarm)Shirt und eine kurze Laufhose oder eine radlerhosenartige Leggins aus Kunstfaser. Diese müffelt zwar nach dem Laufen umso mehr, dafür sorgt sie für einen guten Feuchtigkeitstransport und Luftaustausch und ist in der Regel schön leicht auf der Haut.
Jetzt im Herbst und Winter gibt es natürlich auch noch gute regen- und windfeste Funktionsjacken und -Westen…
Man kann übrigens aus sehr gut und angenehm bei 0°C laufen gehen – ohne dabei wirklich dick gekleidet zu sein! Gute Laufhose, zwei Schichten Langarm-Laufshirts und ggf. noch ein Jäckle und Strinband/Mütze reichen wirklich aus!

Ansonsten gibt's natürlich noch eine Vielzahl an Gimmicks und Gadgets, die interessant und hilfreich, aber nicht zwingend notwendig sind. Höchstens ein gescheites einfaches Brustgurt-Pulsmessgerät (z.B. Polar) würde ich empfehlen, aber Sachen wie GPS-Tracker, NikePlus mitsamt iPod nano, Lauftäschle, Läuferunterwäsche, undundund sind wirklich mehr Kür als Muss :) Die Lust, sich das ein oder andere anzuschaffen, kommt ganz von alleine, da braucht man nicht wirlich eine Empfehlung auszusprechen :) Trotz allem: Laufen ist mit die günstigste Sportart! Und wenn man sich auf die Laufschuhe beschränkt, muss man nur einmal im Jahr rund 100 Euro investieren, das wars.

So, ich denke ich sollte das meiste an Ausrüstungstipps abgedeckt haben. Zum Schluss kann ich nur noch gute Literatur zum Thema empfehlen. Herbert Steffny ist diesbezüglich generell zu empfehlen, vor allem aber "Das große Laufbuch: Vom richtigen Einstieg bis zum Marathon: Alles, was man übers Laufen wissen muss" ist das perfekte Buch für sowohl Anfänger, als auch
Fortgeschrittene.

In diesem Sinne,
euer Michel

1 Kommentar:

Anne hat gesagt…

ich glaub, ich krieg von meinen eltern geld für laufschuhe zum geburtstag. hab ich mir zumindest gewünscht. ich geh dann wohl mal am samstag zum runners point.