und zwar von den ominösen Betreibern von "Mega-Downloads.net".
Heute bekam ich per Mail eine Rechnung von obiger Website. Sinngmäß stand darin, dass ich mich bei ihnen am 2. Oktober registriert hätte und somit ein Abo hätte, welches 8 € im Monat koste, vorauszuzahlen für 12 Monate, sprich 96 €. Zuerst dachte ich, es wäre typische Spam-Mail, bis ich erkannte, dass die Adressdaten von mir persönlich ausgedacht waren (was übrigens legal ist, wenn man eben nicht von einem kostenpflichtigen Angebot ausgeht). Ich schaute im Browserverlauf nach und fand tatsächlich etwas: Ich wollte zu diesem Zeitpunkt auf selbiger Seite ein Freeware-Programm runterladen. Dafür sollte ich mich einloggen bzw. regisitrieren. Ich dachte mir nichts groß dabei, aber da mir es doch leicht komisch vorkam, benutze ich meine anonyme E-Mail-Adresse sowie eine anonymisierte Spaß-Version meiner Adresse.
Nun ging ich heute also mal auf diese Seite und sah oben ganz deutlich "Jetzt anmelden und für 96 € Mitglied werden!". Konnte ich das übersehen haben? Mitnichten, denn auf der Downloadseite, auf der ich mich anmelden sollte, stand davon – zumindest so leicht ersichtlich – rein gar nichts. Auf gut Deutsch: Ich bin scheinbar in eine der oft angeprangerten "Vertrags"-Fallen getappt. Ich hätte echt nicht gedacht, dass mir das mal passieren könnte.
Bevor ich überhaupt auf diese Rechnungsmail antwortete, recherchierte ich erst mal im Web und stieß schnell auf die Seite der Verbraucherschutzzentrale. Gemäß dieser und weiterer Seiten sollte ich es einfach ignorieren (ebenso wie evt. folgenden Mahnungen und Drohungen evt. Anwälte oder gar Inkassofirmen) oder eben widerrufen und ebenfalls die dennoch (rein aus Prinzip und Verarsche) folgenden Aufforderung der "Firma" ignorieren. Die "Firma" hat übrigens einen Briefkasten in Wien und den Hauptsitz in den Arabischen Emiraten ^^.
Genau das tat ich also, ich widerrief per Mail ("Rechnung" kam ja auch per Mail) und verweigerte die Zahlung – natürlich war ich nicht so dumm und schrieb in die Mail meine korrekte Adresse ;). Ich habe übrigens nicht einfach nur widerrufen mit Hinweis darauf, dass für einen Vertrag "keine Willensübereinkunft stattgefunden hat", sondern habe es etwas trickreicher gemacht. Aus Sicherheitsgründen gebe ich aber meinen tatsächliche Widerrufsmail hier nicht so öffentlich wieder, sondern nur persönlich auf Nachfrage ;)
Jetzt bin ich mal gespannt was da sonst noch kommt. Laut den meisten Verbrauchertipps soll man alles was da vielleicht noch so kommt ignorieren, es sei denn es käme direkt von einem deutschen Gericht in Form eines korrekten Mahnbescheids, dem man auch einfach widersprechen solle. Zu einem tatsächlichen Rechtsfall käme es in 99,9999999 % nie, da die Betreiber selbst wüssten auf was für dünnem Eis sie sich bewegen (Stichwort arglistige Täuschung). Ich will aber gar nicht wissen, wieviel Leute aus Angst zahlen, denn dieses Geld sehen die nie nie wieder…
Also Leute, Holzauge sei wachsam! Ich habe gelernt, dass ich mich ganz sicher nicht mehr für "Freeware"-Seiten irgendwo anmelde – egal ob mit Fake- oder echter Adresse. So oder so, ich halte euch auf dem Laufenden!
Weitere Infos und "Schwarze Listen" gibt es übrigens auch hier.
In diesem Sinne, euer Michel
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20. Oktober 2008
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