... naja, hoffentlich nicht!
Heute lief zum ersten Mal im deutschen TV "Dexter". Ich hatte bereits davon gehört und war irgendwie durch die sehr coolen Trailer, Teaser und Bildmotive schon Fan, bevor ich überhaupt eine Episode sah. Die Grund-Story im groben und ganzen: (Quelle Wikipedia)
Dexter arbeitet als Forensiker für das Miami-Metro Police Department. Nachts jedoch lebt er sein Verlangen nach Mord an jenen Mördern aus, die das Gesetz nicht zu fassen bekommt …
Er ist seit seiner Kindheit traumatisiert: Er hat keinerlei Emotionen und den unstillbaren Drang zu töten. Diese psychische Störung zwingt ihn dazu ein Doppelleben zu führen.
Im alltäglichen Leben ist er sehr darauf bedacht normal und unauffällig zu erscheinen. Seine Freundin Rita, die von ihrem Ehemann verprügelt wurde und getrennt von ihm lebt, ist – wie Dexter auch – beziehungsgestört.
Seine dunkle Seite lebt Dexter nachts aus und geht dabei streng nach dem Regelwerk seines Ziehvaters Harry, der Dexters Problem früh erkannte.
In Rückblenden wird erzählt, dass diese Emotionskälte und der Drang zu töten wohl auf einem Trauma in der frühsten Kindheit basieren und wie Harry Dexter beibringt Emotionen vorzutäuschen, um ein normales Leben führen zu können.
Auch für die Mordlust hat Harry eine Lösung: Dexter soll diejenigen töten, die es „verdient“ haben. Von ihm lernt Dexter zu töten, ohne Spuren zu hinterlassen, aber eben auch zahllose Regeln, die ihn davon abhalten sollen, wahllos oder leichtfertig zu morden...
Wie ihr schon erahnen könnt, ist es keine Serie für jedermann, weshalb sie hierzulande erst zu später Stunde kommt. Hier und da scheuen die Produzenten eben auch nicht davor, dem geneigten Zuschauer hier und da abgetrennte Körperteile in voller Pracht zu präsentieren (ohje, ich schreibe schon wie Dexter ^^). Ab und zu wurde mir da doch etwas anders. Generell fühlt man sich bei dieser Serie total hin und her gerissen: Einerseits ist Dexter ein kalter, hochgradig gestörter Killer ohne jegliche Emotion, ein totaler Psycho eben – andererseits wirkt er dabei so sympathisch und charismatisch, dass man ihm gar nicht "bös" sein kann. Hier muss man auch erwähnen, dass der Dexter-Darsteller Michael C. Hall (bekannt u.a. aus Six Feet Under") einfach grandios ist und auch seine bekannte deutsche Synchronstimme sehr gut passt.
"Dexter" als Serie ist eine Gratwanderung in jeder Hinsicht: einen emotions-impotenten Serienkiller regelrecht als "Robin Hood" im Dienste der Gesellschaft zu portraitieren, ist in der Tat harter Tobak, aber in seiner Schonungslosigkeit echt genial in meinen Augen. Ich bin auf jeden Fall auf den weiteren Verlauf der Serie gespannt und kann sie soweit jedem, der mal an einer "etwas anderen" Serie interessiert ist, nur empfehlen.
In diesem Sinne, euer relativ normaler Michel ^^
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30. September 2008
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